Rohstoffe und Energieträger der Tiefe zu erforschen und zu nutzen – Männersache? Das von der DGMK getragene Netzwerk „She Drives Energy“ fördert Frauen, auch mit einem Studienpreis.
Bereits zum vierten Mal hat das Netzwerk „She Drives Energy“ den Studienpreis für herausragende wissenschaftliche Forschung von Frauen verliehen. Der mit 500 Euro dotierte Preis geht im Jahr 2026 an Laura Arias Mendez.
Mit der Auszeichnung würdigt das von der Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe (DGMK) initiierte Frauennetzwerk die Masterarbeit der Wissenschaftlerin. Sie hatte für ihren Hochschulabschluss an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg die Bedeutung von Leitungsnetzen als kurzfristige Pufferspeicher für Wasserstoff herausgearbeitet. Die Arbeit trägt – in der Übersetzung – den Titel „Analyse der Wechselwirkung zwischen Leitungs- und Kavernenspeichern anhand eines vereinfachten dynamischen Modells“.
Arias Mendez entwickelte darin ein mathematisches Modell, das die Aufnahmekapazitäten des Netzes berechnet, während die Speicheroptionen für Wasserstoff in Kavernen noch im Aufbau sind. Für ihre Forschung bezog sie sich auf Einrichtungen und Infrastruktur der EWE Gasspeicher GmbH. Ihre Berechnungen beziehen den Durchmesser von Rohrleitungen ebenso ein wie mögliche Zeiten des Stillstands im Betrieb.
Der Studienpreis rückt regelmäßig besondere wissenschaftliche Leistungen von Frauen in den Mittelpunkt einer Branche, die vielfach weiter als Männerdomäne gilt. DGMK-Geschäftsführerin Dr. Gesa Netzeband überreichte die Urkunde während der gemeinsamen Frühjahrstagung der DGMK und der Österreichischen Gesellschaft für Energiewissenschaften (ÖGEW) am 6. Mai im westfälischen Münster. Einen Tag später stellte Arias Mendez die Ergebnisse ihrer Arbeit im Panel zur Wasserstoff-Speicherung vor.
Netzeband nutzte die Preisverleihung, um auf Laura Arias Mendez’ Werdegang einzugehen. Die inzwischen als Ingenieurin und Projektmanagerin tätige Frau machte zunächst in Venezuela ihren Bachelor als Chemieingenieurin, um danach im englischen Portsmouth einen Master in Technologiemanagement anzuschließen. In Oldenburg erhielt sie für ihre Masterarbeit die Note 1,0.