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TECHNOLOGIE & TRANSFORMATION VON FOSSILEN UND GRÜNEN ENERGIETRÄGERN TECHNOLOGY & TRANSFORMATION OF FOSSIL AND GREEN ENERGIES
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Gesa Netzeband und Tilman Bechthold zeichnen Patrick Schühle (Mitte) aus. Quelle: Volker Stephan

Carl-Zerbe-Preis der DGMK geht an Patrick Schühle

Für seine Forschung auch auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft für Kohlenstoff und Wasserstoff hat der Wissenschaftler Dr. Patrick Schühle den Carl-Zerbe-Preis der DGMK erhalten.

Tilman Bechthold kam aus dem Schwärmen kaum heraus. Der Sprecher des Fachbereichs „Konversion von Kohlenstoffträgern“ hob am 8. Oktober in Essen in seiner Laudatio eine ganze Reihe von Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen eines Mannes hervor, der schließlich den Carl-Zerbe-Preis der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe e.V. (DGMK) entgegennehmen sollte: Dr. Patrick Schühle.

Die Auszeichnung für den Wissenschaftler am Forschungszentrum Jülich beschloss den ersten von zwei Tagen der DGMK-Herbstkonferenz „Verfahren zur sicheren Versorgung mit Kohlenstoffträgern, Kraftstoffen und Chemikalien“. Schühle forscht seit einigen Jahren zu „Katalytischen Systemen für die chemische Energiespeicherung“. Dazu leitet er am Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg eine Arbeitsgruppe.

DGMK-Fachbereichssprecher Bechthold hob hervor, dass Schühle zwei Welten miteinander verbinde. Einerseits befasse er sich fundamental mit der Forschung zur Katalyse, andererseits bringe er die Erkenntnisse gezielt in die Anwendung bei der Reaktor- und Prozesstechnik ein. Schühle ist auch Abteilungsleiter am Institut für nachhaltige Wasserstoffwirtschaft (IHE) am Forschungszentrum Jülich.

Transformation der Kohlenstoffwirtschaft

In seiner Erwiderung machte Schühle deutlich, dass die Transformation der Kohlenstoffwirtschaft auf nachhaltige Energieträger und Produktionsweisen keinen Aufschub dulde. Die Klimaerwärmung sei gegenwärtig, eine angemessene Antwort darauf dringlich. Ein Ansatz sei die Kreislaufwirtschaft unter Einbindung neuer Chemikalien und Energieträger.

Der an Schühle vergebene Preis geht auf den deutschen Chemiker Carl Zerbe (1894 bis 1985) zurück, der 1947 zum Gründungsteam der DGMK gehörte und 1963 ihr Vorsitzender wurde. Damals trug die Vereinigung noch den Namen Deutsche Gesellschaft für Mineralölwissenschaft und Kohlechemie. Zerbe war damit einer der ersten Förderer des wissenschaftlichen Austauschs in der Mineralölforschung. Auch der Fachaus­schuss Mineralöl- und Brennstoff­normung (1949) sowie der Koordinierungs­ausschuss für Forschungs­arbeiten der DGMK (1958) gehen auf seine Initiative zurück.

Die DGMK vergibt seit 1973 einen Preis zu Ehren Carl Zerbes an herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. 1989 führten die DGMK und die damalige Deutsche Vereinigung der Erdölgeologen und Erdölingenieure (DVGI) ihre Förderpreise im aktuellen Carl-Zerbe-Preis zusammen. Er ist mit 5.000 Euro dotiert.

Die DGMK vergibt neben dem Zerbe-Preis eine weitere Auszeichnung für ausgezeichnete Nachwuchsforschung, den Georg-Hunaeus-Preis. Außerdem verleiht die Gesellschaft unregelmäßig die Carl-Engler-Medaille, die Carl Zerbe 1963 entgegennahm. Carl Engler war ein Pionier der Erdölforschung. 

Personalien
Artikel von Volker Stephan
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