Michael Teigeler, CEO der Stadtwerke Heidelberg Energie, wurde als "Energiemanager des Jahres" geehrt. Zugleich bekam Professor Christian Held einen Sonderpreis für sein Lebenswerk.
Bei einer Feier im Anschluss an die fünfte E&M Energiemanagerkonferenz in Berlin wurden am 8. Oktober zwei verdiente Akteure der Branche ausgezeichnet. Michael Teigeler, CEO der Stadtwerke Heidelberg Energie, wurde als "Energiemanager des Jahres" geehrt. Zugleich bekam Professor Christian Held, BBH-Partner, einen Sonderpreis für sein Lebenswerk.
Der "Energiemanager des Jahres" wird seit 25 Jahren verliehen, getragen von Energie & Management, der BBH-Gruppe und m3 management consulting. Er würdigt herausragende berufliche Leistungen und die Umsetzung zukunftsweisender Projekte. Die Jury ehrte Teigelers Engagement für die Transformation der Energie- und Wärmeversorgung, seinen Beitrag zur kommunalen Wärmewende sowie Konzepte, die technische Infrastruktur, Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung verbinden.
"Wer das Glück hat, mit Michael Teigeler zusammenzuarbeiten, lernt einen besonderen Menschen kennen: Er strahlt heitere Gelassenheit aus und liebt den hierarchiefreien Diskurs", hob Jurymitglied Christian Held unter herzlichem Beifall der Branchenvertreter hervor. Teigeler verfolge beharrlich und sehr erfolgreich ambitionierte Ziele. Nicht zuletzt durch Michael Teigeler seien die Stadtwerke Heidelberg in vielem Vorbild für Stadtwerke in Deutschland und in Europa, besonders auch in der schwierigen Wärmewende.
"Er hat viel für den Erhalt und die Entwicklung der pluralistischen Energiewirtschaft geleistet", unterstrich Held. In seinem Dank bezeichnete Teigeler die Energiewende in Heidelberg als "Herzensangelegenheit". Ein zentrales Element ist der unter seiner Regie errichtete Energie- und Zukunftsspeicher. Aufgrund seiner architektonischen Gestaltung erlangte der Speicher überregionale Aufmerksamkeit und wird in der Stadt als neues Wahrzeichen wahrgenommen. Technisch federt er Lastspitzen im Fernwärmesystem ab und reduziert den Einsatz fossiler Erzeugung.
Angesichts steigender fossiler Brennstoffpreise habe sich der Speicher schneller als gedacht bewährt. Zugleich betont Teigeler die wirtschaftliche Dimension der Transformation. Akzeptanz sei wichtig, entscheidend sei jedoch eine tragfähige Finanzierung. In den vergangenen zehn Jahren wurde der Anteil erneuerbarer Energien an der Fernwärme in Heidelberg auf 50 Prozent erhöht.
Bis 2030 soll die Versorgung weitgehend klimaneutral erfolgen, bis 2035 vollständig. Zur Finanzierung setzt das kommunale Unternehmen auch auf Bürgerbeteiligung. Über das Produkt "heidelberg KLIMA-INVEST" können Bürgerinnen und Bürger Kapital für Projekte der lokalen Wärme- und Energiewende bereitstellen. Auf diesem Weg wurden mehrere Millionen Euro eingeworben und gezielt investiert.
Als einflussreiche Persönlichkeit der Energiebranche wurde BBH-Partner und Rechtsanwalt Professor Christian Held mit einem Sonderpreis für sein Lebenswerk geehrt. Insbesondere habe er unterstützt, dass nach der Wiedervereinigung auch in den neuen Bundesländern mehr als 140 Stadtwerke gegründet wurden, sagte Christina Sternitzke, Geschäftsführerin der EWI-Fördergesellschaft, in ihrer Laudatio. Als Rechtsanwalt, Lehrender, Autor und Impulsgeber habe er die Entwicklung in der deutschen und europäischen Energiewirtschaft maßgeblich mitgeprägt. verbindet rechtliche Expertise mit wirtschaftlichem Verständnis und einem feinen Gespür für die Herausforderungen der Branche", sagte BBH-Partnerin und Rechtsanwältin Professorin Ines Zenke. Die beiden Preisträger dankten in Ihren kurzen Reden ihren Teams und Familien für die große Unterstützung. Zugleich betonten sie die großen Herausforderungen, die durch Energiewende, Geopolitik und wirtschaftliche Entwicklung weiterhin die Branche beschäftigen.
Auch auf der vorhergehenden Konferenz war Optimismus die Grundstimmung, dass diese Herausforderungen in enger Partnerschaft von Stadtwerken, Technikern, Juristen und Finanzwirtschaft zu meistern seien. Es genüge nicht, auf politische Vorgaben des Bundes oder der EU zu warten, besser wäre es, im eigenen Bereich umzusetzen, was möglich ist, lautete der Tenor.
Im Anschluss klang der Abend bei gutem Essen, Getränken und regem Austausch mit den Preisträgern, Referenten, Jurymitgliedern und Führungskräften der Branche lebhaft aus.