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TECHNOLOGIE & TRANSFORMATION VON FOSSILEN UND GRÜNEN ENERGIETRÄGERN TECHNOLOGY & TRANSFORMATION OF FOSSIL AND GREEN ENERGIES
TECHNOLOGIE & TRANSFORMATION VON FOSSILEN UND GRÜNEN ENERGIETRÄGERN TECHNOLOGY & TRANSFORMATION OF FOSSIL AND GREEN ENERGIES

Preisträger Dr. Benjamin Haske (links) und DGMK-Vorstandsvorsitzender Jens Müller-Belau. Quelle Volker Stephan

Georg-Hunaeus-Preis geht an Dr. Benjamin Haske

Für seine Arbeit zum umwelttechnischen Monitoring von Untergrundspeichern mithilfe von Drohnen und Satelliten erhält Dr. Benjamin Haske den renommierten Georg-Hunaeus-Preis.

Der Transport von Energieträgern hat seine Tücken. Strömt etwa Gas durch Leitungen, sollten die Rohre widerstandsfähig und dicht sein. Austretendes Gas kann eine Gefahr darstellen, für Umwelt und Menschen. Der Einsatz von Drohnen und Satelliten kann hier wertvolle Kontrolldienste leisten, hat eine wissenschaftliche Arbeit untersucht.

Die Dissertation von Dr. Benjamin Haske hat nicht nur an der Technischen Hochschule Georg Agricola in Bochum überzeugt. Dort erhielt seine Arbeit zur "Drohnen- und Satelliten-Fernerkundung als Beitrag zu einem integrierten, sicherheits- und umwelttechnischen Monitoring von Untergrundspeichern" 2025 mit der Auszeichnung summa cum laude das Maximum an Lob.

Auch die Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe (DGMK) schließt sich dem Urteil an. Sie zeichnete Benjamin Haske mit dem renommierten Georg-Hunaeus-Preis aus. Er ist der DGMK-Förderpreis für Nachwuchswissenschaftler, sein Namensgeber war ein Vermessungsingenieur und Hochschullehrer aus dem 19. Jahrhundert. Er veranlasste im heutigen Landkreis Celle die erste Tiefbohrung nach Erdöl in Deutschland.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. In seiner Laudatio hob Jens Müller-Belau, Vorstandsvorsitzender der DGMK, die Relevanz der Arbeit hervor. Es gehe darin nicht allein um die technische Seite, Untergrundspeicher und Leitungssysteme auf Leckagen zu untersuchen. Es rücke den Umweltschutz und das Risikomanagement im Zusammenhang mit kritischer Infrastruktur in den Mittelpunkt. Die Industrie könne nun noch verantwortungsvoller mit Energieträgern wie Erdgas oder Wasserstoff umgehen.

Inzwischen verantwortet Benjamin Haske mehrere nationale und internationale Forschungsprojekte. Er zeige durch Dissertation, Lehre sowie praktische Forschung eindrucksvoll, wie moderne Geowissenschaft konkreten Nutzen für die Energieversorgung und Klimapolitik leisten könne, so Jens Müller-Belau. Das werde perspektivisch noch an Bedeutung gewinnen.

Der Preisträger stellte seine Arbeit auf der gemeinsamen Frühjahrstagung der DGMK und der Österreichischen Gesellschaft für Energiewissenschaften (ÖGEW) am 7. Mai in der Session "Monitoring & Emission Management" vor. Für die zweitägige Konferenz waren mehr als 500 Menschen aus Wissenschaft und Praxis ins westfälische Münster gereist.
 

Personalien
Artikel von Volker Stephan
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